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Gesundheitsförderung an Schulen am Beispiel von Rauchprävention bei Schüler/innen der 5. Jahrgangsstufe an Gymnasien

URN zum Zitieren dieses Dokuments: urn:nbn:de:bvb:703-opus-6181

Titelangaben

Geier, Christine:
Gesundheitsförderung an Schulen am Beispiel von Rauchprävention bei Schüler/innen der 5. Jahrgangsstufe an Gymnasien.
Bayreuth , 2008
( Dissertation, 2009 , Universität Bayreuth, Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften)

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Abstract

Rauchprävention ist Teil der lehrplanbezogenen Gesundheitserziehung an Schulen und wird fächerübergreifend unterrichtet. Dafür bietet sich das schülerorientierte Lernen an Stationen´ an. In dieser Arbeit wurde die Effektivität dieser offenen Unterrichtsform in der 5. Jahrgangsstufe an Gymnasium (NSchüler = 415) hinsichtlich verschiedener Variablen empirisch untersucht. Eine neu konzipierte Unterrichtseinheit basierend auf Stationen wurde hinsichtlich der Effektivität des kooperativen Lernens und der intrinsischen Motivation untersucht. Die Schüler bewerteten die Kompetenz-Stationen besser als die Wissens-Stationen. Im Allgemeinen waren die Schüler sehr positiv gegenüber Gruppenarbeit eingestellt. Je höher das individuelle Interesse und die Kompetenz der Schüler und je geringer der empfundene Druck, desto positiver wurde das kooperative Lernen bewertet. Nur bezüglich der wissensbasierten Stationen korrelierte die Einstellung der Schüler mit deren intrinsischer Motivation. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit war der Vergleich zweier Lernorte. Die Intervention wurde sowohl im Klassenzimmer, als auch in einem ausserschulischen Lernort (Schullandheim) durchgeführt. Dabei wurden im Besonderen Unterschiede im kognitiven Lernerfolg und der intrinsischen Motivation der Schüler untersucht. Dies zeigte sich in einer vergleichsweise unerwartet höheren Zufriedenheit der Schüler, die die Intervention in der Schule durchführten. Auch der längerfristige kognitive Lernerfolg, das Interesse und die empfundene Wahlfreiheit, ergaben für den Unterricht im Klassenzimmer höhere Werte. Des Weiteren wurde die Konsumerfahrung der Schüler, deren Einstellung zum Rauchen und Selbstbestimmung analysiert. Die Schüler wurden in vier Rauchertypen eingeteilt. Nur wenige Schüler dieser Altersgruppe hatten bereits mit Zigaretten experimentiert. Durch die Intervention wurde die gesundheitsbezogene Autonomie der Schüler erhöht. Eine Clusteranalyse ergab diesbezüglich unterschiedliche Gruppen: kontrollierte, unentschlossene, autonome und unmotivierte Schüler. Die Zuordnung der Rauchertypen zu diesen Clustern ergab, dass Schüler mit mehr Konsumerfahrung, zur kontrollierten, unentschlossenen oder unmotivierten Gruppe gehörten und autonom motivierte Schüler hingegen wenig bis keine Konsumerfahrung hatten. Die Studie liefert neuere Indizien für die Effektivität einer Rauchprävention. Es wurde gezeigt, dass die hier angeführte schülerorientierte Unterrichtsform im ´normalen´ Unterricht eingesetzt werden kann und zwar ohne spezifischen Gesundheitsexperten.

Abstract in weiterer Sprache

Smoking prevention is an interdisciplinary approach in school and an important part of the syllabus-oriented health education. Therefore, open learning environments might be useful, e.g. the student-centred approach learning at workstations. This study examined the effectiveness of this learning method in the fifth grade of secondary school (Npupils = 415) with regard to different selected variables. The efficacy of an educational anti-smoking prevention unit was analysed by specifically focussing on the cooperative learning environment and the individual intrinsic motivation level with regard to factual knowledge and behavioural skills. The pupils were more satisfied with the skills-related workstations than with the knowledge-based ones; however, this did not correlate with the cooperative learning attitudes and intrinsic motivation as well. In general, the participants had positive attitudes towards cooperative learning with a strong correlation to intrinsic motivation. The more pupils were interested and felt competent and the lower rated their pressure, the higher scored their attitude towards group work. A special focus was lying on the comparison of two different learning settings, especially on pupil´s cognitive achievement and intrinsic motivation. Thus, the intervention was implemented both in conventional classrooms as well as in an extracurricular setting (youth camp). The classroom-based version resulted in an unexpected higher satisfaction as well as in a higher long-term cognitive achievement and higher interest scored as well as higher perceived competence scores. Furthermore, pupil´s smoking behaviour, their experience with and attitudes towards smoking and their self-regulation was examined. All participants were assigned to different smoking types based on their existent smoking status, however only a small number of pupils had already an own experience with smoking. In general, the intervention increased autonomous motivation. Concerning self-regulation a cluster analysis resulted in four different subgroups: controlled, undecided, autonomous and unmotivated pupils. Additionally, the smoking types were dedicated to those different subgroups. Pupils with more experience and probably more smoking risk belonged to the controlled, undecided or unmotivated cluster. Autonomous motivated pupils had generally less to no experience with cigarettes. To sum up, the study adds new evidences for the effectiveness of student-centred anti-smoking prevention. Such an approach could be implemented without a need of specific health providers.

Weitere Angaben

Publikationsform: Dissertation (Ohne Angabe)
Keywords: Gesundheitsförderung; Prävention; Kooperatives Lernen; Intrinsische Motivation; Rauchprävention; Ausserschulischer Lernort; Lernen an Stationen; Health Promotion; Smoking Prevention; Intrinsic Motivation; Cooperative Learning; Learning Stations
Themengebiete aus DDC: 500 Naturwissenschaften und Mathematik > 570 Biowissenschaften; Biologie
Institutionen der Universität: Fakultäten > Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften > Fachgruppe Biologie
Fakultäten
Fakultäten > Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften
Sprache: Deutsch
Titel an der UBT entstanden: Ja
URN: urn:nbn:de:bvb:703-opus-6181
Eingestellt am: 25 Apr 2014 10:32
Letzte Änderung: 25 Apr 2014 10:32
URI: https://epub.uni-bayreuth.de/id/eprint/545