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Inequality in Income and Gender : New Perspectives and Evidence

URN zum Zitieren dieses Dokuments: urn:nbn:de:bvb:703-epub-3181-2

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Stimpfle, Alexander M.:
Inequality in Income and Gender : New Perspectives and Evidence.
Bayreuth , 2016 . - VIII, 262 S.
( Dissertation, 2017 , Universität Bayreuth, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

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Abstract

We provide three new empirical perspectives on inequality in the context of economic development, one focusing on income inequality, and the remaining two on gender inequality. First, we jointly analyze the causal effects of geography, trade integration, and institutional quality on different income groups for developing and developed countries from 1983 to 2012. Favorable geographic conditions tend to discriminate strongly between income groups as low incomes benefit from equator distance whereas high incomes decline. Controlling for institutional quality and geography, trade integration has a negative income effect which increases in absolute size and significance for richer percentiles. Institutional quality strongly and positively affects all income groups, however, high income groups tend to profit relatively more than low income groups. Using different instrumental variable strategies, these findings remain robust for different specification tests and they are consistent over time. In our second perspective, we offer empirical evidence that early female marriage age significantly decreases female education with panel data from 1980 to 2010. Socio-cultural customs serve as an exogenous identification for female age at marriage, and we apply fixed effects and a quasi diff-in-diff specification to address endogeneity issues. We also show that effects of spousal age gaps between men and women significantly affect female relative to male education. Each additional year between husband and wife reduces the female secondary schooling completion rate by 10 percentage points, the time women spend at university by one month, and overall affects female education significantly more negatively than male education. We also document that marriage age and conventional measures of gender discrimination are no substitutes. Finally, we examine whether immigrants have brought the missing women phenomenon to Germany and Switzerland. Using a range of micro data since 1990, we find no systematic gender selection of foreigners collectively, but a group of Balkan, Chinese and Indian immigrants display comparatively high sex ratios at birth. Employing different estimation methods we consistently calculate around 1,500 missing girls in Germany (2003-2014) and Switzerland (1990-2014) combined from these immigrant groups. With household survey data we attempt to identify reasons for sex selection at birth in Germany, but find no robust association for any socio-economic variable employed. However, the sex of older siblings tends to matter, and again Balkan, Chinese and Indian immigrants increase the boy-birth likelihood whereas immigrants collectively do not.

Abstract in weiterer Sprache

Wir bieten drei neue empirische Perspektiven auf Ungleichheit im Kontext von wirtschaftlicher Entwicklung, wovon sich eine auf Einkommensungleichheit konzentriert, und die weiteren zwei auf Geschlechterungleichheit. Erstens analysieren wir die gemeinsamen kausalen Effekte von Geographie, Handelsintegration, und der Qualität von Institutionen auf verschiedene Einkommensgruppen von Entwicklungs- und Industrieländern zwischen 1983 und 2012. Günstige geographische Bedingungen unterscheiden sich in ihren Effekten eher stark zwischen Einkommensgruppen, da niedrige Einkommen von Äquatorentfernung profitieren, während hohe Einkommen dadurch sinken. Wenn gleichzeitig für Qualität der Institutionen und Geographie kontrolliert wird, hat Handelsintegration einen negativen Effekt auf Einkommen, welcher für reichere Perzentile in absoluter Größe und Signifikanz zunimmt. Die Qualität der Institutionen beeinflusst alle Einkommensgruppen stark positiv, jedoch profitieren tendenziell hohe Einkommensgruppen relativ gesehen noch mehr als niedrige Einkommensgruppen. Unter Anwendung verschiedener Instrumentierungsstrategien bleiben diese Ergebnisse auch bei verschiedenen Spezifikationstests robust und konsistent über Zeit. Unser zweiter Beitrag bietet mithilfe von Paneldaten von 1980 bis 2010 empirische Evidenz dafür, dass frühes Frauenheiratshalter die Bildung der Frauen signifikant reduziert. Soziokulturelle Bräuche dienen als exogene Identifikationsvariable für Frauenheiratsalter, und wir wenden „fixed effects“ und eine Quasi Diff-in-Diff Spezifikation an, um Endogenitätsproblematiken zu adressieren. Wir zeigen auch, dass der Altersunterschied zwischen Ehemann und Ehefrau die weibliche Bildung relativ zu der männlichen signifikant beeinträchtigt. Jedes zusätzliche Jahr zwischen Ehemann und Ehefrau reduziert die weibliche Schulabschlussrate um zehn Prozentpunkte, verringert die Zeit der Frauen an Hochschulen um einen Monat, und beeinträchtigt Bildung für Frauen insgesamt signifikant mehr als Bildung für Männer. Wir weisen auch nach, dass Heiratsalter und andere gängige Maße für Geschlechterdiskriminierung keine Substitute sind. Schließlich untersuchen wir ob Einwanderer das „Missing Women“ Phänomen nach Deutschland und in die Schweiz gebracht haben. Mithilfe von einer Reihe von Mikrodaten seit 1990 erkennen wir keine systematische Geschlechterselektion bei Geburten von Ausländern insgesamt, jedoch weisen Einwanderergruppen aus dem Balkan, China, und Indien ein vergleichsweise verzerrtes Geschlechterverhältnis bei Geburt auf. Auf Basis verschiedener Schätzmethoden errechnen wir durchgängig etwa 1.500 „fehlende Mädchen“ aus diesen Einwanderergruppen in Deutschland (2003-2014) und der Schweiz (1990-2014) zusammen. Mit Daten von Haushaltsbefragungen unternehmen wir den Versuch, Gründe für eine Geschlechterselektion bei Geburten in Deutschland zu finden, aber können bei keiner der eingesetzten sozioökonomischen Variablen eine robuste Assoziation feststellen. Jedoch scheint das Geschlecht von älteren Geschwistern von Bedeutung zu sein, und ein Migrationshintergrund aus dem Balkan, China, und Indien erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen männlichen Nachwuchs, während dies bei Einwanderern insgesamt nicht nachzuweisen ist.

Weitere Angaben

Publikationsform: Dissertation (Ohne Angabe)
Keywords: Inequality; Gender; Income; Development Economics; Marriage Age; Missing Women; Son Preference; Development Factors
Themengebiete aus DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Institutionen der Universität: Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Volkswirtschaftslehre > Professur für Entwicklungsökonomik > Professur Entwicklungsökonomik - Univ.-Prof. Dr. David Stadelmann
Fakultäten
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Volkswirtschaftslehre
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Volkswirtschaftslehre > Professur für Entwicklungsökonomik
Sprache: Englisch
Titel an der UBT entstanden: Ja
URN: urn:nbn:de:bvb:703-epub-3181-2
Eingestellt am: 22 Feb 2017 10:24
Letzte Änderung: 24 Feb 2017 06:17
URI: https://epub.uni-bayreuth.de/id/eprint/3181