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The Mitigation of Information Asymmetries : Digital Infrastructures and Organizational Capabilities in Sustainability Data Contexts

DOI zum Zitieren der Version auf EPub Bayreuth: https://doi.org/10.15495/EPub_UBT_00009513
URN zum Zitieren der Version auf EPub Bayreuth: urn:nbn:de:bvb:703-epub-9513-4

Titelangaben

Heeß, Paula:
The Mitigation of Information Asymmetries : Digital Infrastructures and Organizational Capabilities in Sustainability Data Contexts.
Bayreuth , 2026 . - VII, 74 S.
( Dissertation, 2026 , Universität Bayreuth, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

Abstract

Information systems (IS) are foundational drivers of societal development and economic value creation. By reducing information asymmetries, enabling coordination across distributed actors, and supporting evidence-based decision-making, IS reshape markets, organizations, and infrastructures. At the same time, societies face the urgent challenge of sustainable transformation. Climate change, geopolitical instability, and resource constraints require fundamental changes in how energy is produced, products are designed, and value chains are organized. IS offer significant potential to support this transformation by increasing transparency, improving traceability, automating processes, and enabling new forms of collaboration across organizational and sectoral boundaries. A central pillar of sustainable transformation is the decarbonization of the energy system. The transition toward renewable electricity and low-carbon hydrogen, together with the electrification of heating, mobility, and industrial production, positions the energy system as the backbone of a climate-neutral economy. However, this transformation entails substantial complexity. The integration of distributed renewable generation, small-scale flexibility assets, storage systems, and responsive demand requires fine-grained coordination across heterogeneous market actors. Such coordination depends on reliable, interoperable, and verifiable data architectures capable of ensuring both system stability and market efficiency. Beyond the energy domain, decarbonized supply chains require robust mechanisms for documenting and verifying sustainability-related information in order to justify price premiums for low-carbon products or enable emission taxation. Digital Product Passports (DPPs) represent a promising instrument to enable transparency across product life cycles. Yet, the effectiveness of DPPs hinges on trustworthy data infrastructures that balance traceability and accountability with legitimate concerns for privacy, confidentiality, and data sovereignty. This dissertation contributes to IS-enabled sustainability transformation by designing digital infrastructures to enable verifiable data sharing for both energy flexibility integration and digital product transparency. It further argues that sustainability transformation requires more than the passive collection and reporting of data. Instead, data must be proactively orchestrated as a resource for forward-looking strategic decisions that go beyond compliance obligations. The dissertation conceptualizes how data can be structured, bundled, and leveraged to create and capture sustainable value. It examines mechanisms that enable trustworthy data sharing, reduce information asymmetries, and support coordinated action across interorganizational ecosystems. Across multiple studies, the dissertation demonstrates how digital infrastructures facilitate the integration of distributed flexibility into energy systems, how DPPs operationalize verifiability in decarbonized supply chains, and how process mining and data management capabilities contribute to sustainable organizational transformation. Taken together, the findings reveal that IS play a pivotal role in transforming fragmented data into actionable knowledge, balancing privacy and verification, and enabling data-driven sustainability transformation at scale.

Abstract in weiterer Sprache

Informationssysteme (IS) sind grundlegende Treiber gesellschaftlicher Entwicklung und wirtschaftlicher Wertschöpfung. Durch die Reduktion von Informationsasymmetrien, die Ermöglichung von Koordination zwischen verteilten Akteuren und die Unterstützung evidenzbasierter Entscheidungsfindung gestalten IS Märkte, Organisationen und Infrastrukturen maßgeblich um. Gleichzeitig stehen Gesellschaften vor der dringenden Herausforderung einer nachhaltigen Transformation. Klimawandel, geopolitische Instabilität und Ressourcenknappheit erfordern grundlegende Veränderungen in der Art und Weise, wie Energie erzeugt, Produkte designt und Wertschöpfungsketten organisiert werden. IS bieten erhebliches Potenzial, diese Transformation zu unterstützen, indem sie Transparenz erhöhen, Rückverfolgbarkeit verbessern, Prozesse automatisieren und neue Formen der Zusammenarbeit über organisatorische und sektorale Grenzen hinweg ermöglichen. Eine zentrale Säule der nachhaltigen Transformation ist die Dekarbonisierung des Energiesystems. Der Übergang zu erneuerbarem Strom und kohlenstoffarmem Wasserstoff sowie die Elektrifizierung von Wärme, Mobilität und industrieller Produktion machen das Energiesystem zum Rückgrat einer klimaneutralen Wirtschaft. Diese Transformation ist jedoch mit erheblicher Komplexität verbunden. Die Integration verteilter erneuerbarer Erzeugung, kleinteiliger Flexibilitätsanlagen, Speichersysteme und reaktionsfähiger Nachfrage erfordert eine feingranulare Koordination zwischen heterogenen Marktakteuren. Eine solche Koordination hängt von zuverlässigen, interoperablen und verifizierbaren Datenarchitekturen ab, die sowohl Systemstabilität als auch Markteffizienz gewährleisten können. Über den Energiesektor hinaus benötigen dekarbonisierte Lieferketten robuste Mechanismen zur Dokumentation und Verifizierung nachhaltigkeitsbezogener Informationen, um Preisaufschläge für kohlenstoffarme Produkte zu rechtfertigen oder eine Emissionsbesteuerung zu ermöglichen. Digitale Produktpässe (DPPs) stellen ein vielversprechendes Instrument dar, um Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu ermöglichen. Die Wirksamkeit von DPPs hängt jedoch von vertrauenswürdigen Dateninfrastrukturen ab, die Rückverfolgbarkeit und Rechenschaftspflicht mit berechtigten Anliegen des Datenschutzes, der Vertraulichkeit und der Datensouveränität in Einklang bringen. Diese Dissertation leistet einen Beitrag zur IS-gestützten Nachhaltigkeitstransformation, indem sie digitale Infrastrukturen entwirft, die verifizierbaren Datenaustausch sowohl für die Integration energiewirtschaftlicher Flexibilität als auch für digitale Produkttransparenz ermöglichen. Sie argumentiert darüber hinaus, dass nachhaltige Transformation mehr erfordert als die passive Erhebung und Berichterstattung von Daten. Vielmehr müssen Daten proaktiv als Ressource für zukunftsgerichtete strategische Entscheidungen orchestriert werden, die über bloße Compliance-Verpflichtungen hinausgehen. Die Dissertation konzeptualisiert, wie Daten strukturiert, gebündelt und genutzt werden können, um nachhaltigen Wert zu schaffen und zu erschließen. Sie untersucht Mechanismen, die vertrauenswürdigen Datenaustausch ermöglichen, Informationsasymmetrien reduzieren und koordiniertes Handeln innerhalb interorganisationaler Ökosysteme unterstützen. Anhand mehrerer Studien zeigt die Dissertation, wie digitale Infrastrukturen die Integration verteilter Flexibilität in Energiesysteme erleichtern, wie DPPs Verifizierbarkeit in dekarbonisierten Lieferketten operationalisieren und wie Process-Mining- sowie Datenmanagement-Fähigkeiten zur nachhaltigen organisationalen Transformation beitragen. In der Gesamtschau zeigen die Ergebnisse, dass IS eine zentrale Rolle dabei spielen, fragmentierte Daten in handlungsrelevantes Wissen zu überführen, Datenschutz und Verifizierung in Einklang zu bringen und datengetriebene Nachhaltigkeitstransformation im großen Maßstab zu ermöglichen.

Weitere Angaben

Publikationsform: Dissertation (Ohne Angabe)
Keywords: Digital Decarbonization; Sustainability; Information Systems; Information Asymmetries; Organizational Capabilities; Energy Flexibility
Themengebiete aus DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Institutionen der Universität: Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Betriebswirtschaftslehre > Professur Wirtschaftsinformatik und digitales Energiemanagement > Professur Wirtschaftsinformatik und digitales Energiemanagement - Univ.-Prof. Dr. Jens Strüker
Graduierteneinrichtungen > University of Bayreuth Graduate School
Fakultäten
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Betriebswirtschaftslehre
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Betriebswirtschaftslehre > Professur Wirtschaftsinformatik und digitales Energiemanagement
Graduierteneinrichtungen
Sprache: Englisch
Titel an der UBT entstanden: Ja
URN: urn:nbn:de:bvb:703-epub-9513-4
Eingestellt am: 24 Aug 2026 05:14
Letzte Änderung: 24 Aug 2026 05:15
URI: https://epub.uni-bayreuth.de/id/eprint/9513

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