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Forced Removal and Social Memories in North-western Zimbabwe,c1900-2000

URN zum Zitieren dieses Dokuments: urn:nbn:de:bvb:703-epub-2090-6

Titelangaben

Marowa, Ivan:
Forced Removal and Social Memories in North-western Zimbabwe,c1900-2000.
Bayreuth : University of Bayreuth , 2015 . - X, 215 S.
( Dissertation, 2014 , Universität Bayreuth, Bayreuth International Graduate School of African Studies - BIGSAS)

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Projektfinanzierung: Deutscher Akademischer Austauschdienst

Abstract

This is a study in regional history focusing on a case of forced removal that happened in the late 1950s in North-western Zimbabwe and partially on another of voluntary migration in the 1980s. Forced removal and voluntary migration, both as a process and as an event, are used here as prime entry points for a better understanding of rural settlement history in colonial and postcolonial Africa and of the contestations regarding ethnic identity and social belonging that came along with it. Through forced removal, Rengwe, the Zimbabwean area of study, emerged as a combined or merged chiefdom of groups with collective experiences and similar identity but with different historical backgrounds. Later, they were joined by immigrants of other ethnic identities. These broader processes of movement, ethnic identity and social belonging are the main interest of this study. This study argues that stories and memories of forced removal tell us not only about relocation itself, but also about events before and after it. The study pursues two agendas, namely; it gathers memories of relocation and of the environment, and analyzes how they were entangled with each other in a historical perspective. It then examines the impact of these memories on constructions and contestations of social belonging and identity in Rengwe after resettlement. It argues that forced removal and migration as collective experience play a significant role in the formation and negotiation of identity and in building social relations. The study also distinguishes two kinds of memory applied in such cases, “displaced” and “nostalgic.” Displaced memories are used as a source of information about the past before forced removal, and they were relied upon to conceptualize human-environment relations in the past. Such memories were used by both forced and voluntary resettlers to make sense of history and inscribe meaning into and belonging to the landscape, both old and new. Nostalgic memories, in contrast, are defined as carrying views about the past which are used to reinterpret, explain and criticize present circumstances in the context of today’s socio-economic and political challenges. Lastly, this study observes that memories of forced removal and environment were and are used to describe and to explain the changing power relations between different sections of Rengwe’s forced resettlers.

Abstract in weiterer Sprache

Dies ist eine regionalgeschichtliche Studie, in deren Mittelpunkt ein Fall erzwungener Umsiedlung steht, der sich in den späten 1950er Jahren Nordwest-Zimbabwe abgespielt hat. Teilweise einbezogen wird eine weitere Fallstudie über freiwillige Zuwanderungen in den 1980er Jahren. Erzwungene Umsiedlung und freiwillige Migration, beide als Ereignis und als Prozeß verstanden, werden hier als primäre Zugänge zu einem besseren Verständnis ländlicher Siedlungsgeschichte im kolonialen und nachkolonialen Afrika und der sie begleitenden Auseinandersetzungen um ethnische Identität und soziale Zugehörigkeit verstanden. Durch erzwungene Umsiedlung in spätkolonialer Zeit stieg Rengwe, das zimbabwische Untersuchungsgebiet dieser Arbeit, zu einem kombinierten Chiefdom („Häuptlingstum“) auf, das Gruppen mit ähnlichen kollektiven Erfahrungen und Identitäten (Korekore), aber mit unterschiedlichem historischen Hintergrund zusammenbrachte. Später wurden sie noch mit Einwanderern anderer ethnischer Identitäten vereinigt. Diese umfassenderen Prozesse räumlicher Bewegung, ethnischer Identität und sozialer Zugehörigkeit bilden das eigentliche Erkenntnisinteresse dieser Studie. In der Untersuchung wir argumentiert, daß Geschichten und Erinnerungen gewaltsamer Umsiedlung uns nicht nur etwas über die Verlagerung der Wohngebiete an sich erzählen, sondern auch über Ereignisse davor und danach. Solche Erinnerungen werden auch genutzt, um die heutige Situation kritisch zu beleuchten. Die Studie verfolgt dabei zwei Zwecke. Zum einen stellt sie Erinnerungen an die Umsiedlung und an die natürliche Umwelt am alten Siedlungsort zusammen und analysiert in historischer Perspektive, inwieweit diese miteinander verflochten waren. Zum anderen betrachtet sie die Auswirkungen dieser Erinnerungen auf Konstruktionen und Auseinandersetzungen um soziale Zugehörigkeit und Identität in Rengwe nach der Umsiedlung. Sie argumentiert daß die kollektive Erfahrung gewaltsamer Umwiedlung und Migration eine wesentliche Rolle bei der Bildung und Aushandlung von Identität und sozialer Beziehungen spielt. Die Studie unterscheidet auch zwei Arten von “Erinnerung” die in solchen Fällen beobachtet werden können, nämlich “verschobene” (displaced) und “nostalgische”. „Verschobene Erinnerungen“ werden als Quelle des Wissens über die Vergangenheit vor der erzwungenen Umsiedlung verwendet, und um Mensch-Umweltbeziehungen in der Vergangenheit zu konzeptionalisieren. Solche Erinnerungen wurden sowohl von gezwungenen als auch von freiwilligen Umsiedlern beutzt, um ihrer Geschichte Sinn zu geben und Deutungen und Zugehörigkeiten in die Landschaft einzuschreiben, sowohl in der alten als auch in der neuen Umwelt. „Nostalgische Erinnerungen“ werden dagegen definiert als Träger von Sichtweisen der Vergangenheit, die verwendet werden, um gegenwärtige Zustände im Kontext aktueller sozio-ökonomischer und politischer Herausforderungen zu reinterpretieren, zu erklären und zu kritisieren. Schließlich gelangt die Studie zu dem Ergebnis, daß Erinnerungen an erzwungene Umsiedlung und an die Umwelt dabei helfen können, die sich wandelnden Machtbeziehungen zwischen verschiedenen Teilen der umgesiedelten Bevölkerung Rengwes zu beschreiben und zu erklären.

Weitere Angaben

Publikationsform: Dissertation (Ohne Angabe)
Keywords: Forced Removal; Social Memories; Voluntary Migration; Ethnic Identities; Environment
Themengebiete aus DDC: 900 Geschichte und Geografie > 900 Geschichte
900 Geschichte und Geografie > 960 Geschichte Afrikas
Institutionen der Universität: Graduierteneinrichtungen
Graduierteneinrichtungen > University of Bayreuth Graduate School
Graduierteneinrichtungen > BIGSAS
Sprache: Englisch
Titel an der UBT entstanden: Ja
URN: urn:nbn:de:bvb:703-epub-2090-6
Eingestellt am: 03 Jul 2015 07:19
Letzte Änderung: 22 Mrz 2016 10:24
URI: https://epub.uni-bayreuth.de/id/eprint/2090