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Essays on Monetary Policy and Financial Crises

URN zum Zitieren dieses Dokuments: urn:nbn:de:bvb:703-epub-1740-6

Titelangaben

Erler, Alexander:
Essays on Monetary Policy and Financial Crises.
Bayreuth , 2014 . - XVI, 153 S.
( Dissertation, 2014 , Universität Bayreuth, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

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Abstract

The aim of this thesis is to analyze the role of central banks in the context of financial crises. In particular, the thesis examines (i) the potential monetary policy’s role in causing a financial crisis and (ii) the central bank’s management in times of crises. After a brief introduction in chapter 1, chapter 2 examines if US monetary policy implicitly responds to asset price booms. Using real-time data and a GMM framework, a Taylor-type rule with an asset variable that captures phases of booms and busts in the real estate market is estimated and yields two main findings. Firstly, the Fed does implicitly respond to asset price booms in the real estate market. Secondly, these responses are typically pro-cyclic. This finding indicates that the interest rate setting behavior of the US monetary policy implicitly contributes to increase the risk of financial crises. Chapter 3 analyzes the economic costs associated with the central banks’ decisions to intervene or not to intervene in case of speculative attacks. The central bank can either abstain from intervening or start an intervention, which in turn can be successful or unsuccessful. Therefore, the analysis takes into account three different types of currency crises: (i) an immediate depreciation, (ii) a successful defense, and (iii) an unsuccessful attempt to defend the exchange rate. The empirical study reveals that the decision of the central bank to intervene is risky. If the central bank intervenes and succeeds she can on average achieve the best growth performance. However, if the interventions are not maintained and the currency depreciates the subsequent output loss is particularly severe. Abstaining from an intervention yields a scenario with a relatively small drop in output. Chapter 4 extends the previous analysis and takes a closer look at the economic dynamics after a speculative attack. The results indicate that the macroeconomic developments differ considerably with respect to the three different types of crises. Monetary authorities therefore play a central role in determining the economic course and costs of currency crises. Chapter 5 analyzes the role of the TARGET2 system against the background of the European debt and banking crisis. In particular, the real gains and losses of holding TARGET2 claims in the case of Germany are assessed. The analysis finds that by the end of 2013 Germany has incurred accumulated losses of around 13 billion euros in real terms (’99 const. prices). Calculating the losses and gains of every member country in the euro area suggests that the TARGET2 system can be considered an implicit redistribution mechanism with a volume of about 30 billion euros (current prices). The TARGET2 system cannot replace necessary reforms, but can provide time and money to reduce intra-EMU imbalances. Finally, chapter 6 outlines the most important results and concludes with a summary.

Abstract in weiterer Sprache

Die vorliegende Dissertation analysiert den Zusammenhang zwischen Geldpolitik und Finanzkrisen. So wird einerseits die Rolle der Goldpolitik als mögliche Ursache von Finanzmarktverwerfungen und andererseits das Notenbankverhalten während einer Finanzkrise diskutiert. Nach einer kurzen Einführung in Kapitel 1 wird anschließend in Kapitel 2 untersucht, inwiefern Vermögenspreise implizit als Ziel der US-amerikanischen Geldpolitik dienen. Als Analyseinstrument wird eine modifizierte Taylor-Regel verwendet. Diese wird auf Basis von Echt-Zeit-Daten mittels Generalisierter Momentenmethode (GMM) geschätzt. Zusätzlich wird die Schätzgleichung um eine Vermögenspreisvariable erweitert, um Vermögenspreisentwicklungen entsprechend berücksichtigen zu können. Die Schätzergebnisse zeigen, dass die US-amerikanische Geldpolitik implizit auf Vermögenspreisentwicklungen reagiert. Zudem deuten die Resultate auf eine prozyklische Reaktion seitens der Notenbank hin. Dieses Vorgehen jedoch dürfte die Geldpolitik vor eine Herausforderung stellen, da hierdurch ein Umfeld geschaffen wird, in dem Vermögenspreisblasen leichter entstehen können. Kapitel 3 analysiert die volkswirtschaftlichen Kosten von Zentralbankmaßnahmen bei einer spekulativen Attacke gegen eine Währung. In einer solchen Situation muss sich die Notenbank entscheiden, entweder auf dem Devisenmarkt zu intervenieren oder die Währung unmittelbar abwerten zu lassen. Entscheidet sich die Notenbank für Interventionen, können diese wiederum erfolgreich oder erfolglos sein. Vor diesem Hintergrund ergeben sich drei verschiedene Währungskrisentypen: (i) sofortige Abwertung, (ii) erfolgreiche Verteidigung und (iii) erfolglose Verteidigung. Die empirische Analyse der mit diesen drei Währungskrisen verbundenen ökonomischen Kosten zeigt, dass es sich um eine riskante Interventionsentscheidung der Notenbank handelt. Während erfolgreiche Interventionsmaßnahmen keine volkswirtschaftlichen Kosten nach sich ziehen, sind jedoch erfolglose Interventionen mit entsprechend hohen Kosten verbunden. Bei einer Entscheidung für eine sofortige Abwertung ist hingegen nur mit äußerst geringfügigen Wachstumseinbußen zu rechnen. Kapitel 4 erweitert die vorherige Analyse dahingehend, dass insbesondere die volkswirtschaftlichen Anpassungsmechanismen näher betrachtet werden. So wird auf Grundlage eines Panel-VAR-Modells untersucht, wie verschiedene makroökonomische Indikatoren hinsichtlich des Auftretens der drei Währungskrisen reagieren. Zusätzlich ermöglicht dieses Vorgehen, das Krisenmanagement von Notenbanken im Zusammenhang mit den drei Krisentypen zu analysieren und zu bewerten. Die Schätzergebnisse zeigen, dass Zentralbankmaßnahmen während einer Währungskrise fundamental die makroökonomischen Anpassungen und die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten bestimmen. Kapitel 5 untersucht die Bedeutung der so genannten TARGET2-Salden vor dem Hintergrund der Europäischen Banken- und Schuldenkrise. So werden im Rahmen dieser Analyse die realwirtschaftlichen Kosten für Deutschland berechnet, die auf Grund von TARGET2-Ungleichgewichten entstehen können. Die Berechnungen zeigen, dass Deutschland zum Ende des Jahres 2013 realwirtschaftliche Kosten in Höhe von 13 Mrd. Euro (in Preisen von 1999) entstanden sind. Werden die realwirtschaftlichen Kosten für alle Mitgliedsländer des Euroraumes berechnet, so implizieren die Ergebnisse, dass aktuell das TARGET2-System einem Umverteilungsmechanismus mit einem Volumen von etwa 30 Mrd. Euro gleichkommt. Das TARGET2-System ermöglicht daher in der aktuellen Krisensituation die Bereitstellung von Geld und Zeit, um realwirtschaftliche Ungleichgewichte innerhalb des Euroraumes abzubauen. Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse in Kapitel 6 zusammengefasst.

Weitere Angaben

Publikationsform: Dissertation (Ohne Angabe)
Keywords: Monetary Policy; Asset Prices; Exchange Rates; Currency Crises; TARGET2
Themengebiete aus DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Institutionen der Universität: Fakultäten
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Volkswirtschaftslehre
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Volkswirtschaftslehre > Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre I (Geld und Internationale Wirtschaft)
Graduierteneinrichtungen
Graduierteneinrichtungen > University of Bayreuth Graduate School
Sprache: Englisch
Titel an der UBT entstanden: Ja
URN: urn:nbn:de:bvb:703-epub-1740-6
Eingestellt am: 23 Sep 2014 07:02
Letzte Änderung: 15 Mai 2015 10:08
URI: https://epub.uni-bayreuth.de/id/eprint/1740